Beginn
Do., 26.11.2026,
19:00 - 20:30 Uhr
In seinem neuen Buch „Hitlers Komplizen“ setzt sich der britische Zeithistoriker Richard J. Evans mit 19 Männern und fünf Frauen auseinander, die als Anführer und Funktionäre an den Verbrechen des Nationalsozialismus mitgewirkt haben. Er kommt zu dem Schluss, dass diese „Täter keine Psychopathen [waren]; sie waren weder gestört noch pervers oder geisteskrank, […] keine Gangster oder Rowdys. […] Auch lebten sie nicht am Rand der Gesellschaft oder waren außerhalb des gesellschaftlichen Mainstreams aufgewachsen.“.
Diese eigentlich erschreckende Feststellung hatte schon der amerikanische Historiker Christopher R. Browning in seinem 1993 erschienenen Buch „Ganz normale Männer“ gemacht, in dem er über deutsche Polizisten schrieb, die 1942 an der massenhaften Ermordung polnischer Juden beteiligt waren.
Der Referent geht der Frage nach, wie Menschen zu inhumanen Massenmördern werden und was das für die Kriegsverbrechen der Gegenwart bedeuten könnte.
Eine Kooperationsveranstaltung der vhs Petershausen e.V.